<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Zen-Projekt</title>
	<atom:link href="http://www.zen-projekt.de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.zen-projekt.de</link>
	<description>für Therapeuten</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 May 2019 09:28:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
		<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
		<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=4.0.38</generator>
	<item>
		<title>Achtsamkeit</title>
		<link>http://www.zen-projekt.de/achtsamkeit/967/</link>
		<comments>http://www.zen-projekt.de/achtsamkeit/967/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 Mar 2015 18:38:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Walter]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zen-projekt.de/?p=967</guid>
		<description><![CDATA[Den Buddha sollte man nicht in den Zeugenstand rufen, u [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Den Buddha sollte man nicht in den Zeugenstand rufen, um das derzeit in der therapeutischen Szene verbreiteten Konzept von Achtsamkeit zu untermauern. Es stellt das achtsame Sein als Ideal dar, dem man sich mittels des Richtens von Aufmerksamkeit annähert, um es danach sogleich wieder zu verlieren. Das ist so intelligent, wie das Unterfangen des Sich-Entspannens, des Sich-Öffnens oder des Sich-Stärkens. Dem Laien wird kaum auffallen, was dagegen sprechen könnte, mit dieser konventionellen Sichtweise aber sollte man sich nicht auf den Buddhismus berufen. Der Buddhis-mus zeigt nicht den Weg einer Annäherung, sondern den des Nicht-Hinausgehens aus einem grundlegend achtsamen Sein auf, weniger auf ein Tun als vielmehr auf ein Nicht-Tun. Wollte man sein diesbezügliches Handeln als ein Tun verstehen, dann wäre man bei dem Paradox des Tuns des Nicht-Tuns.</p>
<p>Achtsames Sein als Phänomen ist leicht aufgezeigt, nicht aber, wie man aufhört, dieses zu behindern. Nicht durch Annäherung, sondern durch ein Studium der Aufmerksamkeit. Das Phänomen der Aufmerksamkeit verhält sich wie ein Dirigent eines das Ganze erfassenden Bewusstseins. Ver-heddert dieser Dirigent sich auf Kosten von Wahrnehmen, Intuition, Spüren oder Erfassen in abstrakte und imaginäre Geistesinhalte, reduzieren diese sich auf das, was ich als unverlierbare Reste unserer natürlichen Anlagen bezeichne.</p>
<p>Das Dilemma ist offensichtlich. Da niemand das sprachliche Denken oder das Potenzial des Imaginä-ren aufgeben will oder kann, ist der Weg der Achtsamkeit in Wahrheit ein Weg der Aufmerksamkeit.  Wird die Rolle des Dirigenten in seiner Zuständigkeit für das Ganze nicht verstanden und gemeistert, entfremdet uns das sprachliche Denken vom Ganzen. Herbeigeführte Momente der Achtsamkeit bleiben dann wie kurze Kuraufenthalte inmitten der Achtlosigkeit gegenüber uns selbst und dem Augenblick.</p>
<p>Ich und alles Sein sind eins, und das von Anfang an, soll – so ist es überliefert – der Buddha erstaunt  ausgerufen haben, als sein Bewusstsein daran scheiterte, sich eine versprachlichte Welt der identischen Fälle (Friedrich Nietzsche) zurecht zu machen. In zweieinhalbtausend Jahren hat sich im Kontext der buddhistischen Tradition eine Übungspraxis entwickelt und erhalten, die im Zen weitgehend ohne gesellschaftsspezifische fernöstliche Verpackung auskommt. Das verlangt eine Ein-heit von Didaktik, Übungspraxis und Verständnis. Unverlierbar ist dieser Augenblick Medizin. Der ganze Mensch, dieser Augenblick will auftauchen im Bewussten Sein. Es ist unverlierbar dessen Bestimmung, diesen sich wandelnden Augenblick in sich aufzunehmen. Facetten verfehlen das Ganze.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zen-projekt.de/achtsamkeit/967/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sei da, wo du bist</title>
		<link>http://www.zen-projekt.de/ein-weiterer-testbeitrag/938/</link>
		<comments>http://www.zen-projekt.de/ein-weiterer-testbeitrag/938/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Dec 2014 15:26:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Gerhard Walter]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zen-projekt.de/?p=938</guid>
		<description><![CDATA[Ein Ausnahmemusiker ist während des Spiels da, wo er is [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Ausnahmemusiker ist während des Spiels da, wo er ist. Das macht den Unterschied aus zu all jenen, die über eine mehr oder weniger gelungene Routine nicht hinaus gelangen. Das gilt nicht allein für das Musizieren, sondern für jegliche Meisterung eines Tuns. Das solch vollkommenes Tun und derartige Präsenz, immer auch unnötige Spannungen und negativen Stress auflösen, ist nur natürlich. Aus der blinden Hingabe an ein Tun resultieren Leistungspyramiden. Erkennt worum es geht, nicht um die Hingabe an ein spezielles Tun, sondern um die Hingabe an das Leben selbst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer sich und den Augenblick als ein Ganzes erfährt, ist in Balance, das ist das Wesen des Natürlichen. Von daher ist es unklug, dem Abbau von Stress und Verspannungen hinterher zu laufen, dem kommt man nachhaltig so nicht bei. Richte dein Augenmerk vielmehr auf das Wesentliche und sei da, wo du bist. Stress ist ein Symptom, die buddhistische Meditation befasst sich deshalb mit dem Wesentlichen. Menschen leiden am positiven wie an negativen Denken, sie leiden an Selbsttäuschung und Selbstdiskriminierung in Form einer Verlorenheit in das sprachliche Denken. Begriffe hören auf Begriffe zu sein und werden zu Platzhaltern des Realen. Dieser Realitätsverlust entwurzelt den Menschen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Alltagsgeist ist der Weg, schreibt Dogen Zenji. Die Vorstellung von einem Weg, dürft ihr jedoch nicht als einen Verweis auf die Zukunft missverstehen, als ein Ankommen irgendwann. Dein Alltagsgeist selbst ist es, in diesem Augenblick, unabhängig von allen Konditionen, studieren kannst du ihn nur Hier und Jetzt. Du spürst dich und die Welt, du nimmst wahr, du reflektierst diesen Augenblick, und das ist es&#8230; Punkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Korrektur: Das könnte es sein, würde uns das sprachliche Denken nicht dazu verleiten – wie Friedrich Nietzsche es ausdrückt – <em>eine Welt der identischen Fälle</em> zu vermuten, in der du selbst und dieser Augenblick nur mehr formelhaft existieren. Was du als Spüren und als Dich-selbst-Erfahren und als ein Erfahren des Augenblicks erfährst ist zwar stets authentisch, aber es handelt sich dabei lediglich noch um unverlierbare Reste des Spürens und des Erfahrens des Ganzen. Das in die Mittel der Sprache verstrickte Bewusstsein ist fortwährend abgelenkt vom Unmittelbaren, es verfehlt das Bewusste Sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es geht in der buddhistischen Meditation also nicht um die Reduktion von Stress, diese ist lediglich ein Beifang. Vielmehr geht es um eine grundlegende Emanzipation des Bewusstseins von Wissensinhalten und vom sprachlichen Denken. Das Leben findet zuerst davor statt. All deine Worte müssen leer (quitt) werden von jeglichem Inhalt; ganz so, wie Meister Eckehart lehrte, dass die Gläubigen quitt zu sein hätten von einem gedachten Gott. Er deckte auf, dass: Wenn die Gedanken vergehen, auch Gott vergeht, Stattdessen forderte er sie auf, einen wesenhaften, einen erfahrenen Gott in sich zu tragen. Auch die Tatsache, dass alles Wissen hypothetisch ist und von vorrübergehender Natur (Poppers Wissenschaftstheorie) ist seit Langem bekannt, und doch tun wir so, als würden unsere Begriffe und unser Wissen für die Realität stehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Organismus der du bist, die Welt, in der du dich bewegst, mehr ist es nicht. Stille und vollkommener Frieden, keine Konflikte existieren im unmittelbar erfahrenen des Hier und Jetzt. Leben genießt sich selbst. Offenes Denken findet vor der Sprache statt, du bemerkst es nur nicht, weil Denken lautlos und unbenannt ist. Was du benennst, dient allein der Mitteilung. Wenn du für dich allein in Sprache denkst, nimmst du ein Gespräch vorweg.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Die Worte, oder die Sprache, wie sie geschrieben oder gesprochen wird, scheinen für meine Art des Denkens keine Rolle zu spielen“ Albert Einstein, zitiert nach Hadamard 1949 S 142. Deshalb werden erleuchtete Einfälle gänzlich unvermittelt, oftmals auf der Toilette, in der Badewanne oder auf Spaziergängen geboren, in Situationen, in denen die Aufmerksamkeit nicht gebunden ist in eine strukturierte Welt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zen-projekt.de/ein-weiterer-testbeitrag/938/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
